Das Wichtigste in Kürze
- Jod ist bei Kindern in allen Ernährungsformen knapp – Jodsalz statt Meer- oder Steinsalz verwenden.
- Bohnen liefern Eisen, rote Paprika das Vitamin C dazu.
- Paprikapulver edelsüß statt scharf: familientauglich.
- Babyportion vor dem Salzen abnehmen und zerdrücken.
Ein Gulasch ohne Fleisch? In Österreich klingt das fast nach Ketzerei – bis man den ersten Löffel probiert. Zwiebeln, die lange anschwitzen dürfen, reichlich Paprikapulver, Kümmel und Majoran: Das ist der Geschmack, um den es geht. Hokkaido zerfällt ein wenig und macht den Saft sämig, Erdäpfel und Bohnen sorgen für Substanz. Am nächsten Tag schmeckt es, wie jedes gute Gulasch, noch besser.
Ein Gericht für Jod und Eisen
Jod ist ein Nährstoff, der leicht übersehen wird: In der VeChi-Youth-Studie war die Jodzufuhr bei Kindern und Jugendlichen in allen Gruppen kritisch – egal ob vegan, vegetarisch oder Mischkost. Der einfachste Hebel im Familienalltag ist jodiertes Speisesalz, sparsam eingesetzt. Meersalz oder Himalayasalz enthalten kaum Jod.
Dazu kommt Eisen aus den Kidneybohnen, das mit dem Vitamin C aus der roten Paprika besser aufgenommen wird.
Häufige Fragen
Kann ich statt Hokkaido einen anderen Kürbis nehmen?
Ja, Butternuss geht auch, muss aber geschält werden. Hokkaido kann mit Schale verkocht werden.
Ist Kümmel für Kinder zu kräftig?
Gemahlen und in normaler Menge nicht. Wer unsicher ist, startet mit einem halben Teelöffel.
Quellen
- VeChi Youth Studie – Universität Bonnwww.uni-bonn.de
- ESPGHAN 2025 – Positionspapier vegane Ernährungwww.espghan.org
Dieser Beitrag ist allgemeine Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch Kinderärztin, Kinderarzt oder Diätologin.